Investmentphilosophie
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Wir sind unabhängig.
Unabhängigkeit hat für uns eine mehrfache Bedeutung. Wichtigster Bestandteil ist, dass wir bei unseren
Investmententscheidungen nicht an Gesellschaften oder Vertriebe gebunden sind, sondern uns allein an
den Interessen unserer Investoren orientieren. Dies bringen wir ebenfalls durch eine erfolgsorientierte
Vergütung zum Ausdruck. Daneben sehen wir auch die geistige Unabhängigkeit als wichtigen Faktor an.
Dies bedeutet, dass wir keinen Meinungen und wissenschaftlichen Ansätzen unkritisch folgen,
insbesondere nicht aus der Vergangenheit auf die Zukunft schließen. Wir nehmen uns die Freiheit, eine
eigene Meinung zu bilden, diese nach außen zu kommunizieren und mit anderen zu diskutieren. Hierbei
legen wir besonderen Wert auf einem Austausch auf wissenschaftlicher Ebene. -
Wir streben einen absoluten positiven Ertrag an (Vermögensverwaltungsansatz).
Wir streben an, im Vergleich zu einer risikolosen Geldmarktanlage (Eonia) mittel- bis langfristig einen so
genannten risikoadjustierten, kalkulierbaren, positiven Kapitalzuwachs unabhängig von der Entwicklung
der Märkte zu erzielen. Die Rendite soll dabei mit möglichst geringem Anlagerisiko, d.h. kleiner Volatilität
bzw. Downsiderisiken, und kurzen (max. 3-jährigen) negativen Verlustperioden einhergehen. Im
Vordergrund steht bei unserem Investmentansatz nicht der höchste Ertrag, sondern ein konstanter
Wertzuwachs. Dabei gehen wir wie allgemein anerkannt davon aus, dass ein Zusammenhang zwischen
Risiko und Rendite einer Anlage besteht, d.h. höhere Erträge sind nur unter in Kaufnahme höherer
Risiken zu erzielen. Den unterschiedlichen Rendite-Risiko-Profilen unserer Investoren tragen wir daher
mit individuellen gestalteten/abgestimmten Portfolios Rechnung. -
Wir investieren in alle Anlageklassen (Multi-Asset-Ansatz).
Es ist inzwischen anerkannt, dass es nicht sinnvoll ist, nur in eine Anlageklasse investiert zu sein,
sondern abhängig von der jeweiligen makroökonomischen Marktlage sein Vermögen mit
unterschiedlicher Gewichtung auf die folgenden Anlageklassen zu verteilen: Cash, Aktien, Renten,
Wertpapierverbriefte Immobilien, Rohstoffe und Alternative Investments. Hintergrund ist der Gedanke,
dass sich die allgemeinwirtschaftliche Entwicklung in verschiedenen Zyklen (Aufschwung, Stagnation,
Abschwung) unterteilen lässt, in deren Verlauf sich die Anlageklassen unterschiedlich entwickeln.
Entsprechend der Grundgedanken der allgemeinen Portfoliotheorie kommt es darauf an gegenläufige,
sogenannte nicht korrelierende Anlageklassen miteinander zu kombinieren, um in jeder Marktlage einen
absoluten positiven Ertrag zu erzielen. -
Wir sind ein aktiver Investor (Long-Short-Ansatz). Wir sind flexibel und nicht an
Benchmarks oder Bandbreiten gebunden.In der Vergangenheit haben sich an den Börsen Hausse- und Baissemärkte abgewechselt. Schon
Charles H. Dow erkannte um 1900 herum, dass sich Aktienkurse in Trends bewegen und begründete
damit die so genannte »Dow-Theorie«. Unser Investmentansatz basiert auf der Annahme, dass
temporäre Marktungleichgewichte existieren, die eine Tendenz zum Wiederausgleich zum
(fundamentalen) Normalzustand aufweisen (=„Mean Reversion“). Es entstehen also aufwärtsgerichtete
und abwärtsgerichtete Trends, die wir erkennen und gewinnbringend ausnutzen wollen. Hierzu ist es
erforderlich, sich von der bisher weit verbreiteten Buy-and-Hold Strategie abzuwenden und die
Orientierung an feste Benchmarks oder Bandbreiten aufzugeben. Stattdessen verfolgen wir ein aktives
Fondsmanagement sowohl aus Long- als auch Shortpositionen in allen Assetklassen. -
Wir orientieren uns überwiegend an fundamentalen Entwicklungen (Global-Macro-
Ansatz), berücksichtigen jedoch auch technische und Sentiment-Indikatoren.Ausgangspunkt für jegliches Investment ist immer eine eingehende makro-ökonomische Analyse, die die
zukünftigen Veränderungen der verschiedenen Assetklassen abbildet ("Mean Reversion"). Der Dow-
Theorie folgend versuchen wir anhand der technischen Analyse Trends und Trendwenden zu
identifizieren. Grundsätzlich gesehen, sind die Herangehensweisen beider Ansätze andersartig und es
gibt keine Überlappungen. Beide Herangehensweisen weisen Stärken auf, welche der jeweils anderen
Methode fehlen, haben jedoch auch ihre Grenzen, welche sich in der Kombination beider
Herangehensweisen relativieren können. Hintergrund ist der Gedanke, dass sich Börsen in bestimmten
Phasen von ihrem makro-ökonomischen Umfeld entfernen und sich nicht rational erfassen lassen.
Hierzu ist die Einbeziehung von Sentiment-Indikatoren erforderlich. -
Wir leiten unsere Asset Allocation aus vorgegebenen, systematischen Indikatoren ab.
Der unseren Portfolios zugrunde liegende Investmentprozess basiert auf einem System, welches zu
jeder Zeit dieselben Indikatoren benutzt. Ohne Ablenkung durch emotionale oder psychologische
Faktoren filtert das System anhand umfangreicher Finanzdatenanalysen und einer disziplinierten
Auswahlmethode konsequent attraktive und unattraktive Anlageklassen heraus. Auf Basis relativer
Bewertungs-, Trend- und Stimmungsfaktoren sowie makroökonomischer Variablen bestimmt das
System den Umfang einer Position in diesen Märkten. Wir verfolgen damit einen sehr strukturierten und
daher auch gut dokumentierten Investmentprozess. Die Ergebnisse, die sich in unserer Asset Allocation
widerspiegeln, sind somit kein Blackbox-Produkt mehr und bieten unseren Investoren die notwendige
Transparenz und Nachvollziehbarkeit. -
Wir treffen im Ergebnis diskretionäre Entscheidungen.
Die quantitativ ermittelte Asset Allocation bedarf jedoch immer eine Überprüfung durch Menschen, da
nur auf diese Weise sichergestellt werden kann, inwiefern die Ergebnisse auf Grund der aktuellen Lage
auch sinnvoll sind. Nur wenn die von uns erwartete Rendite die Geldmarktrendite übersteigt, gehen wir
eine Investition ein, um von steigenden bzw. fallenden Kursen in einer bestimmten Anlageklasse zu
profitieren. Gegen Verluste sichern wir uns durch dynamische Stopp-Loss in jedem Investment ab.
Unser Investmentteam profitiert dabei vom vielfältigen Erfahrungs- und Kompetenzprofil seiner
Mitglieder. Neben den für eine Entscheidung verantwortlichen Portfoliomanagern haben wir einen Beirat
aus verschiedenen Bereichen (Wissenschaftler, Praktiker), der das Fondsmanagement bei der
Entscheidungsfindung unterstützt. -
Wir suchen die besten Manager für jede Anlageidee (Multi-Manager-Ansatz).
In Deutschland werden derzeit mehrere tausend Fonds öffentlich zum Kauf angeboten. In jedem Jahr
kommen viele neue Fonds hinzu - viele werden jedoch auch liquidiert. Es ist erwiesen, dass Fonds einen
positiven, aber auch einen negativen Beitrag zur Gesamtperformance eines Portfolios bieten können,
was vorwiegend von den Fähigkeiten des jeweiligen Fondsmanagers abhängig ist. Wir erkennen den
wesentlichen Zusammenhang zwischen Fondsperformance und Fondsmanagement an und wollen
durch eine gezielte Managerauswahl, für die jeweilige Marktsituation einen Mehrwert schaffen. Hierzu
setzen wir quantitative und qualitative Auswahlprozesse ein. Nur wenn ein Fondsmanager auch einen
Mehrwert gegenüber seinem jeweiligen Vergleichsindex bietet, ziehen wir diesen einem passiven
Investment (ETF) vor. -
Wir berücksichtigen nachhaltige Aspekte.
In Anbetracht der Tatsache, dass Vermögenswerte von Generation zu Generation weitergegeben
werden, sind wir uns unserer Verantwortung für die Zukunft voll bewusst. Ein Teil dieser Verantwortung
beinhaltet den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Bei unseren Investments berücksichtigen
wir daher, wie nachhaltig dieses ist und orientieren uns an Werten und langfristiger Wertschöpfung. Auf
Wunsch unserer Partner und Kunden verfolgen wir bei unseren Investments eine Branchenselektion, die
aus einer Positivselektion, einer Negativselektion oder eines Best-in-Class-Ansatzes bestehen kann. -
Wir verpflichten uns zu größtmöglicher Transparenz.
Auf Grund immer komplexer werdender Finanzmärkte ist es aus unserer Sicht sehr wichtig geworden,
transparent zu sein. Transparenz bedeutet für uns vor allem, ein Verständnis für unsere
Markteinschätzungen und die daraus resultierenden Anlageentscheidungen zu entwickeln. Neben
Jahres- und Halbjahresberichten bekommen unsere Investoren zeitnah Zugang zu Monats- und
Wochenberichten, aus denen die aktuelle Positionierung sowie unsere Marktmeinung ersichtlich sind.
Darüber hinaus stehen wir für persönliche Gespräche zur Verfügung und bieten in regelmäßigen
Abständen Telefonkonferenzen zu aktuellen Themen an. Somit gewinnen unsere Investoren einen
umfassenden Einblick in die Entwicklung Ihres Vermögens und können unsere Anlageentscheidungen
detailliert nachvollziehen.
