Investmentphilosophie

  1. Wir sind unabhängig.

    Unabhängigkeit hat für uns eine mehrfache Bedeutung. Wichtigster Bestandteil ist, dass wir bei unseren
    Investmententscheidungen nicht an Gesellschaften oder Vertriebe gebunden sind, sondern uns allein an
    den Interessen unserer Investoren orientieren. Dies bringen wir ebenfalls durch eine erfolgsorientierte
    Vergütung zum Ausdruck. Daneben sehen wir auch die geistige Unabhängigkeit als wichtigen Faktor an.
    Dies bedeutet, dass wir keinen Meinungen und wissenschaftlichen Ansätzen unkritisch folgen,
    insbesondere nicht aus der Vergangenheit auf die Zukunft schließen. Wir nehmen uns die Freiheit, eine
    eigene Meinung zu bilden, diese nach außen zu kommunizieren und mit anderen zu diskutieren. Hierbei
    legen wir besonderen Wert auf einem Austausch auf wissenschaftlicher Ebene.

  2. Wir streben einen absoluten positiven Ertrag an (Vermögensverwaltungsansatz).

    Wir streben an, im Vergleich zu einer risikolosen Geldmarktanlage (Eonia) mittel- bis langfristig einen so
    genannten risikoadjustierten, kalkulierbaren, positiven Kapitalzuwachs unabhängig von der Entwicklung
    der Märkte zu erzielen. Die Rendite soll dabei mit möglichst geringem Anlagerisiko, d.h. kleiner Volatilität
    bzw. Downsiderisiken, und kurzen (max. 3-jährigen) negativen Verlustperioden einhergehen. Im
    Vordergrund steht bei unserem Investmentansatz nicht der höchste Ertrag, sondern ein konstanter
    Wertzuwachs. Dabei gehen wir wie allgemein anerkannt davon aus, dass ein Zusammenhang zwischen
    Risiko und Rendite einer Anlage besteht, d.h. höhere Erträge sind nur unter in Kaufnahme höherer
    Risiken zu erzielen. Den unterschiedlichen Rendite-Risiko-Profilen unserer Investoren tragen wir daher
    mit individuellen gestalteten/abgestimmten Portfolios Rechnung.

  3. Wir investieren in alle Anlageklassen (Multi-Asset-Ansatz).

    Es ist inzwischen anerkannt, dass es nicht sinnvoll ist, nur in eine Anlageklasse investiert zu sein,
    sondern abhängig von der jeweiligen makroökonomischen Marktlage sein Vermögen mit
    unterschiedlicher Gewichtung auf die folgenden Anlageklassen zu verteilen: Cash, Aktien, Renten,
    Wertpapierverbriefte Immobilien, Rohstoffe und Alternative Investments. Hintergrund ist der Gedanke,
    dass sich die allgemeinwirtschaftliche Entwicklung in verschiedenen Zyklen (Aufschwung, Stagnation,
    Abschwung) unterteilen lässt, in deren Verlauf sich die Anlageklassen unterschiedlich entwickeln.
    Entsprechend der Grundgedanken der allgemeinen Portfoliotheorie kommt es darauf an gegenläufige,
    sogenannte nicht korrelierende Anlageklassen miteinander zu kombinieren, um in jeder Marktlage einen
    absoluten positiven Ertrag zu erzielen.

  4. Wir sind ein aktiver Investor (Long-Short-Ansatz). Wir sind flexibel und nicht an
    Benchmarks oder Bandbreiten gebunden.

    In der Vergangenheit haben sich an den Börsen Hausse- und Baissemärkte abgewechselt. Schon
    Charles H. Dow erkannte um 1900 herum, dass sich Aktienkurse in Trends bewegen und begründete
    damit die so genannte »Dow-Theorie«. Unser Investmentansatz basiert auf der Annahme, dass
    temporäre Marktungleichgewichte existieren, die eine Tendenz zum Wiederausgleich zum
    (fundamentalen) Normalzustand aufweisen (=„Mean Reversion“). Es entstehen also aufwärtsgerichtete
    und abwärtsgerichtete Trends, die wir erkennen und gewinnbringend ausnutzen wollen. Hierzu ist es
    erforderlich, sich von der bisher weit verbreiteten Buy-and-Hold Strategie abzuwenden und die
    Orientierung an feste Benchmarks oder Bandbreiten aufzugeben. Stattdessen verfolgen wir ein aktives
    Fondsmanagement sowohl aus Long- als auch Shortpositionen in allen Assetklassen.

  5. Wir orientieren uns überwiegend an fundamentalen Entwicklungen (Global-Macro-
    Ansatz), berücksichtigen jedoch auch technische und Sentiment-Indikatoren.

    Ausgangspunkt für jegliches Investment ist immer eine eingehende makro-ökonomische Analyse, die die
    zukünftigen Veränderungen der verschiedenen Assetklassen abbildet ("Mean Reversion"). Der Dow-
    Theorie folgend versuchen wir anhand der technischen Analyse Trends und Trendwenden zu
    identifizieren. Grundsätzlich gesehen, sind die Herangehensweisen beider Ansätze andersartig und es
    gibt keine Überlappungen. Beide Herangehensweisen weisen Stärken auf, welche der jeweils anderen
    Methode fehlen, haben jedoch auch ihre Grenzen, welche sich in der Kombination beider
    Herangehensweisen relativieren können. Hintergrund ist der Gedanke, dass sich Börsen in bestimmten
    Phasen von ihrem makro-ökonomischen Umfeld entfernen und sich nicht rational erfassen lassen.
    Hierzu ist die Einbeziehung von Sentiment-Indikatoren erforderlich.

  6. Wir leiten unsere Asset Allocation aus vorgegebenen, systematischen Indikatoren ab.

    Der unseren Portfolios zugrunde liegende Investmentprozess basiert auf einem System, welches zu
    jeder Zeit dieselben Indikatoren benutzt. Ohne Ablenkung durch emotionale oder psychologische
    Faktoren filtert das System anhand umfangreicher Finanzdatenanalysen und einer disziplinierten
    Auswahlmethode konsequent attraktive und unattraktive Anlageklassen heraus. Auf Basis relativer
    Bewertungs-, Trend- und Stimmungsfaktoren sowie makroökonomischer Variablen bestimmt das
    System den Umfang einer Position in diesen Märkten. Wir verfolgen damit einen sehr strukturierten und
    daher auch gut dokumentierten Investmentprozess. Die Ergebnisse, die sich in unserer Asset Allocation
    widerspiegeln, sind somit kein Blackbox-Produkt mehr und bieten unseren Investoren die notwendige
    Transparenz und Nachvollziehbarkeit.

  7. Wir treffen im Ergebnis diskretionäre Entscheidungen.

    Die quantitativ ermittelte Asset Allocation bedarf jedoch immer eine Überprüfung durch Menschen, da
    nur auf diese Weise sichergestellt werden kann, inwiefern die Ergebnisse auf Grund der aktuellen Lage
    auch sinnvoll sind. Nur wenn die von uns erwartete Rendite die Geldmarktrendite übersteigt, gehen wir
    eine Investition ein, um von steigenden bzw. fallenden Kursen in einer bestimmten Anlageklasse zu
    profitieren. Gegen Verluste sichern wir uns durch dynamische Stopp-Loss in jedem Investment ab.
    Unser Investmentteam profitiert dabei vom vielfältigen Erfahrungs- und Kompetenzprofil seiner
    Mitglieder. Neben den für eine Entscheidung verantwortlichen Portfoliomanagern haben wir einen Beirat
    aus verschiedenen Bereichen (Wissenschaftler, Praktiker), der das Fondsmanagement bei der
    Entscheidungsfindung unterstützt.

  8. Wir suchen die besten Manager für jede Anlageidee (Multi-Manager-Ansatz).

    In Deutschland werden derzeit mehrere tausend Fonds öffentlich zum Kauf angeboten. In jedem Jahr
    kommen viele neue Fonds hinzu - viele werden jedoch auch liquidiert. Es ist erwiesen, dass Fonds einen
    positiven, aber auch einen negativen Beitrag zur Gesamtperformance eines Portfolios bieten können,
    was vorwiegend von den Fähigkeiten des jeweiligen Fondsmanagers abhängig ist. Wir erkennen den
    wesentlichen Zusammenhang zwischen Fondsperformance und Fondsmanagement an und wollen
    durch eine gezielte Managerauswahl, für die jeweilige Marktsituation einen Mehrwert schaffen. Hierzu
    setzen wir quantitative und qualitative Auswahlprozesse ein. Nur wenn ein Fondsmanager auch einen
    Mehrwert gegenüber seinem jeweiligen Vergleichsindex bietet, ziehen wir diesen einem passiven
    Investment (ETF) vor.

  9. Wir berücksichtigen nachhaltige Aspekte.

    In Anbetracht der Tatsache, dass Vermögenswerte von Generation zu Generation weitergegeben
    werden, sind wir uns unserer Verantwortung für die Zukunft voll bewusst. Ein Teil dieser Verantwortung
    beinhaltet den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Bei unseren Investments berücksichtigen
    wir daher, wie nachhaltig dieses ist und orientieren uns an Werten und langfristiger Wertschöpfung. Auf
    Wunsch unserer Partner und Kunden verfolgen wir bei unseren Investments eine Branchenselektion, die
    aus einer Positivselektion, einer Negativselektion oder eines Best-in-Class-Ansatzes bestehen kann.

  10. Wir verpflichten uns zu größtmöglicher Transparenz.

    Auf Grund immer komplexer werdender Finanzmärkte ist es aus unserer Sicht sehr wichtig geworden,
    transparent zu sein. Transparenz bedeutet für uns vor allem, ein Verständnis für unsere
    Markteinschätzungen und die daraus resultierenden Anlageentscheidungen zu entwickeln. Neben
    Jahres- und Halbjahresberichten bekommen unsere Investoren zeitnah Zugang zu Monats- und
    Wochenberichten, aus denen die aktuelle Positionierung sowie unsere Marktmeinung ersichtlich sind.
    Darüber hinaus stehen wir für persönliche Gespräche zur Verfügung und bieten in regelmäßigen
    Abständen Telefonkonferenzen zu aktuellen Themen an. Somit gewinnen unsere Investoren einen
    umfassenden Einblick in die Entwicklung Ihres Vermögens und können unsere Anlageentscheidungen
    detailliert nachvollziehen.

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